Der Herr lebt
im Herzen
aller Geschöpfe
 

Bhagavad Gita, 18. Kapitel

 


 

Ihr beklagt euch, dass Gott unsichtbar ist;
es ist jedoch euer Fehler, Gott in all seinen verschiedenen Manifestationen
nicht zu erkennen.

Ihr nennt euch Sünder, einen Wurm, geboren in Sünde, euch in Sünde wälzend, von Natur aus böse.
Aber laßt euch von einem der euch beim Wort nimmt, rufen: "Hallo Sünder!"
dann nehmt ihr das übel.

Weshalb?

Weil eure wirkliche Natur Reinheit, Frieden und Freude ist.

Sathya Sai Baba - Es gibt nur einen Gott, S. 34

 

 

Ohne zu wissen wer ihr seid,
könnt ihr das Göttliche nicht erkennen.

Der erste Schritt ist, das wirkliche Selbst zu erkennen.

Sathya Sai Baba

 


 

Das ist meine Einzigartigkeit: Prema, Liebe!
Liebe ist die besondere Gabe die ich bringe, das besondere Medium, durch das meine Gnade wirksam wird.
Das ist die Basis all meines Tuns.

Es heißt, daß Gott in jedem Herzen weilt.
Ja, er weilt dort als Liebe.

Ich bin Liebe; ich überschütte alle mit Liebe; ich freue mich über Liebe;
ich segne dich, auf daß in dir mehr und mehr Liebe zu immer mehr Wesen entstehen möge.

Sathya Sai Baba; Der Avatar unserer Zeit


 

 

Im Garten eures Herzens pflanzt und pflegt die Rose der Göttlichkeit,
den Jasmin der Demut
und den Champak der Großzügigkeit.

Im Medizindöschen haltet bereit:
Tabletten der Unterscheidung,
Pillen der Selbstdisziplin

und diese drei Pulver:
Glaube, Hingabe und Geduld.

Durch den Gebrauch dieser Medizin könnt ihr der ernsten Krankheit,
Unwissenheit genannt, entfliehen.

Sanatana Sarathi, 10-1981

 

 

 

 

Der Mensch ist sich des großartigen Zieles seiner Pilgerreise gar nicht bewusst.

Er streunt in falschen Gassen herum, die ihn nur zu Katastrophen führen.

Er setzt sein Vertrauen auf äußere Dinge und strebt danach, Freude von und durch sie zu erlangen.
Er weiß nicht, dass alle Freude seinem Innern entspringt.

Er umhüllt nur die äußeren Dinge mit seiner eigenen Freude, die aus seinem Inneren geschöpft wird.

Die äußeren Dinge werden durch seine von innen kommende Freude eingehüllt
und er erlebt sie dann so, als ob die Freude durch die äußeren Dinge erlangt wurde.

Tagesspruch vom 21.04.2008

 

 

 

Swami hält uns dazu an,
75% unserer Zeit der Selbsterforschung zu widmen.

75 Prozent !!!

Unsere spirituellen Übungen werden so zur Erforschung unserer Wahrheit:

"Wer bin ich?"

Auf diese Frage gibt es keine verbale Antwort, aber das Hinterfragen erzeugt eine Antwort.

Der "Ich"-Gedanke ist der Grundstein aller Gedanken. Wenn ihr das "Ich" hinterfragt, gibt es keinen Raum für irgendeinen anderen Gedanken. Es hält das Denken an.

Dann müßt ihr die Quelle von diesem "Ich" suchen - das wird zur spirituellen Übung (Sadhana) für diejenigen, die die Sehnsucht fühlen, in diese Richtung zu gehen...

ICH BIN - Der Weg zur höchsten Wahrheit, S. 35
Alvin Drucker, Workshop über Spiritualität, Europ. Sathya Sai Konferenz 1989

 

 

Zuerst muß die Wahrheit über sich selbst gelernt werden.

Wenn der Mensch seine eigene Wahrheit nicht kennt, 
wie kann er dann andere beurteilen oder mit ihnen umgehen?

Wenn der Mensch erkennt,
daß er der unzerstörbare, der ewige Funke (Atman) ist,
ist er von aller Angst befreit.

 

Wahrheit kann nur von einem gereinigten Gemüt
und einem abgeklärten Geist ausstrahlen.

Sathya Sai Baba spricht, Bd. 10, S. 20




Die versteckte Kammer oder die geheime 5. Herzkammer

 



Wo Vertrauen herrscht, ist Liebe;
wo Liebe ist, ist Frieden;
wo Frieden ist, die Wahrheit,
wo die Wahrheit ist, da ist Gott.

Sathya Sai Baba

 

 

Es ist mit der Liebe zu Gott und mit der Liebe zum Nächsten
wie mit zwei Türen, die zugleich aufgehen, 

so daß es unmöglich ist, die eine aufzuschließen,
ohne auch die andere aufzumachen;

und unmöglich, die eine zu schließen,
ohne auch die andere zu schließen.

Soren Kierkegaard

 

 

 

 

Göttliches Leben ist der Atem aller Wesen.

Es besteht aus Wahrheit (Sathya), Liebe (Prema), und Gewaltlosigkeit (Ahimsa).

Wie kann man einen anderen betrügen,
wenn es gar keinen "anderen" gibt?

Betrug entsteht aus Furcht.
Wenn es nur Eines gibt und kein Zweites, dann kann es auch keine Furcht geben.

Niemand wird mehr geliebt als das Selbst.

Wenn also alle das gleiche Selbst sind,
dann werden alle wie das eigene Selbst geliebt.

Was Gewaltlosigkeit betrifft - wer kann jemanden verletzen, wenn alles eins ist?

Sathya Sai Baba spricht, Bd. 1, S. 23

 

 

Es gibt nur einen Weg, das in jedem vorhandene Göttliche zu erkennen;
man muß die Liebe kultivieren, denn sie ist die einzige göttliche Eigenschaft.

Diese Liebe hat drei Seiten, die ein Dreieck bilden.

1. Die Liebe gibt immer; sie nimmt nichts
(Liebe ist grundsätzlich gebender Natur.
Das bedeutet nicht, daß wir uns immerzu im Zustand der Liebe befinden und nur noch geben dürfen)

2. Liebe kennt keine Furcht
(Liebe und Mut sind zwei Eigenschaften, die miteinander verbunden sind vom Gefühl her)

3. Liebe ist unwandelbar

Die Liebe, die sich zwischen Mutter und Kind oder zwischen Ehemann und Ehefrau entwickelt,
ist im Laufe der Zeit Veränderungen unterworfen, denn sie ist auch vom Körper abhängig.


 

Ihr solltet mit der Zeit universelle, allumfassende,
unpersönliche Liebe in euren Herzen entwickeln.

Sanathana Sarathi 5-93, S. 126

 

 

 

 

... Diese Liebe ist nicht auf den Körper bezogen.
Sie hat ihre Grundlage im Herzen.
Sie ist in allem in gleicher Weise vorhanden.

Es mag verschiedene körperliche Beziehungen geben,
aber die Verwandtschaft, die sich auf das höchste Selbst gründet,
ist ein und dieselbe.

"Das Eine wohnt in allen Wesen".

Es ist wie der elektrische Strom, der allen Glühbirnen unterschiedlicher Stärke gemeinsam ist.

Sanathana Sarathi, 4-93, S. 105

 

 

Jede einzelne selbstlose Tat bereitet den Grund für die Vereinigung der Seele mit der Überseele,
erweitert die innere Schau, die Erkenntnis, daß das Göttlich-Absolute allgegenwärtig ist.

Jede solcher Taten ist ein winziges Bächlein,
das in den Strom eines heiligen Lebens einmündet,
welcher dem Meer göttlicher Weisheit zuströmt.

Eure Handlungen werden alle zu Ritualen der Verehrung des Überselbst,
welches das Universum durchdringt.

Was immer ihr mit Hingabe und Verehrung tut,
entspricht der göttlichen Ordnung und führt euch zur Selbstverwirklichung.

Die göttliche Urordnung, S. 11

 

 

Um erlöst zu werden genügt es,
eine klare Vorstellung von der göttlichen Wirklichkeit zu haben.

Dabei spielen Kaste oder Hautfarbe keine Rolle.

Und wie bekommt man diese klare Vorstellung?

Indem man sich an die Ordnung (Dharma) hält,
die durch Kasten und Lebensstadien bestimmt wird.


Wer sich an diese Ordnung hält, wird das eigene Selbst (Atman) erkennen,
denn er wird Erfahrungen machen, die ihm die Augen für die transzendente Wirklichkeit öffnen.

Das ist der Weg zur Erlösung.

Die göttliche Urordnung, S. 56

 

 

 

Wer Gott finden will,
der muß ihn mit sich bringen;

nur wenn er ist in dir,
siehst du ihn in den Dingen.

Friedrich Rückert

 

 

 

Die Luft, worin wir leben, ist uns nahe;
die Luft ist in uns, und wir sind in der Luft;

Gott ist uns unendlich näher, wir leben und schweben in Gott;
wir essen, trinken, arbeiten in Gott;
wir denken in Gott;
und wer Sünde tut - erschrick nicht, dass ich so rede - der sündigt in Gott.

Diese Gegenwart Gottes ist unbegreiflich;
wir können und dürfen uns kein Bild davon machen ...
Gott ist uns viel inniger als das allerinnigste in uns;

da ruft er uns;
da wartet er auf uns,
da will er sich uns mitteilen und uns also selig machen

Gerhard Tersteegen

 

 

Für die spirituelle Reise
gibt es nur eine königliche Straße - die Liebe.

Liebe zu allen Wesen als Manifestationen der einen Göttlichkeit,
die der eigentliche Kern von jedem ist.

Nur dieser Glaube kann sicherstellen, dass Gott ständig mit euch ist
und euch all die Freude und all den Mut geben den ihr braucht, um die Pilgerschaft zu Gott zu vollenden.

Sathya Sai speaks, Vol. 7a

 

 

Um Gott zu erreichen, sind keine großartigen spirituellen Übungen notwendig.

Liebe ist genug.

Vermeidet es, andere zu hassen, zu beneiden oder nicht zu mögen.
Setzt die Liebe durch Dienst am Nächsten (
Seva) in die Praxis um.

Sathya Sai speaks, Vol. 8

 

 

Wenn die Menschen fragen:
"Wie können wir die Liebe zum Herrn entwickeln?"

lautet die Antwort:

"Es gibt nur einen Weg.
Wenn ihr die Liebe an die ihr glaubt praktiziert,
so wird diese Liebe wachsen".

Eine Pflanze wächst nur, wenn sie regelmäßig gegossen wird.
Wenn ihr den Samen der Liebe eingepflanzt habt könnt ihr ihn nur dadurch zum Wachsen bringen,
daß ihr ihn jeden Tag mit Liebe gießt.

Der Baum der Liebe wird wachsen und euch die Früchte der Liebe schenken.

Sanatana Sarathi 10-91, S. 258

 

 

 

Liebe ist Gott

Alles ist erfüllt von Liebe

Liebe kann nur durch Liebe erlebt werden

( - ich kann meine Liebe nur entwickeln und fühlen, wenn ich sie lebe)

Es gibt keinen anderen Weg als die Liebe,
um den Einen, der die Verkörperung der Liebe ist, zu erkennen.

Diese göttliche Liebe ist nichts, was in einem Moment wächst und im nächsten abfällt.
Diese Liebe wohnt im Menschen als Göttlichkeit (Atman).
Der Körper wurde als Tempel des Herrn beschrieben.

In diesem Tempel wohnt die Liebe als Atman.
Eine solch heilige und reine Liebe kann nur in einem reinen Herzen wohnen. 
Furcht und Angst setzen sich fest in einem Herz das ohne Liebe ist.

Ein Herz das mit der Liebe zum Göttlichen erfüllt ist, erfährt Frieden und ist völlig frei von Furcht.
Wahre Liebe ist kein momentanes Gefühl.

Im ewigen Geist des Menschen leuchtet die Liebe als eine reine und ewig strahlende Flamme.

In diesem Zusammenhang wäre es angebrachter,
Gott als Liebe zu bezeichnen und nicht als die Verkörperung der Liebe.

Sanatana Sarathi 9-89. S. 226

 

 

Wenn ihr euch nicht an die göttliche Ordnung haltet, verfallt ihr der Knechtschaft.

So wird es immer sein.

Es gibt niemanden, der euch binden kann;

ihr tut euch das selbst an 

 

Wenn euer Glaube an die Allgegenwart Gottes tief verwurzelt wäre,
würdet ihr erkennen,

daß Gott euer wirkliches Selbst ist und ihr durch nichts gebunden werden könnt!

Um euren Glauben zu festigen, müßt ihr euch um diese glückseligmachende Erkenntnis bemühen.
Die Voraussetzung dafür ist das Wissen, dass die Wirklichkeit des Selbst eine unumstößliche Tatsache ist.
Ohne diese Grundlage fallt ihr der Ungewissheit, Verzweiflung und Täuschung zum Opfer.

Wer sich an die göttliche Ordnung hält, dem wird es nicht so ergehen.

Bemüht euch deshalb als erstes darum, frei zu werden.

Das heißt, ihr müßt als Voraussetzung für ein erfolgreiches Leben
den Glauben an die Göttlichkeit eures Selbst (Atman)
zum Kern eurer Persönlichkeit machen. 

Die göttliche Urordnung, S. 16

 

 

Besucher: Swami, wie können wir etwas lieben, was wir nicht verstehen?   

Swami: Entwickelt Selbstvertrauen. Dann folgt die Liebe. Sie wird ganz natürlich fließen, von Innen heraus. Auf diese Weise wird die Liebe rein. Eure Reise beginnt beim Selbstvertrauen und endet mit Selbst-Verwirklichung. Dieses Selbst seid ihr, es ist Gott. Es ist, wer ihr in Wirklichkeit seid.

Besucher: Swami, heißt Selbstvertrauen; Vertrauen in das Selbst?

Swami: Ja, Selbst-Vertrauen ist Vertrauen in das Selbst. Es ist eine unerschütterliche Liebe zu der innewohnenden Göttlichkeit.
Was kann euch bei der Entwicklung solchen Vertrauens helfen?

Seid gleichmütig. Seid zufrieden mit dem, was ihr habt. Seid froh.

ICH BIN - Der Weg zur höchsten Wahrheit, S. 17


"Alles ist gut so, wie es ist."

 

Die Upanishaden sagen, der Mensch sei ein Funke der göttlichen Liebe,
der von
fünf Hüllen umgeben ist ...

diese Liebe sucht ständig nach Ausdruck, Ausdehnung und Kontakt.

Doch die Fesseln der Angst, der Gier, des Egoismus
und der Selbstüberschätzung lassen es nicht zu,
dass der Funke wächst und alle Hüllen und die Welt erleuchtet.

Sathya Sai speaks, Vol. 7b

 

Atma und das Individuum

Besucher: Ist alles vorherbestimmt? Ist die Zeit, die wir brauchen, um in die Einheit zurückzukehren, vorgeplant? Unsere Selbstverwirklichung, der Zeitpunkt unseres Aufgehens in der Einheit, steht er bereits auf unseren Stirnen geschrieben?

Swami: Für Atma (die Allseele) gibt es weder Zeit noch Form. Sie ist jenseits von Zeit und Form. In Atma sind alle eins. Erinnert euch dieser Einheit, lebt in ihr. Macht sie zu eurem Ziel. Alle sind eins. Verhaltet euch zu allen Menschen gleich.

Besucher: Baba, welches ist die Beziehung zwischen dem Individuum und Atma?

Swami: Wo ist Atma? Atma ist überall. Wie könnt ihr das wissen? Ihr wißt es nicht? Was immer ihr jetzt sagt, kommt aus eurer Vorstellungskraft. Ihr habt die Erfahrung nicht. Übt euch in Sadhana. Erfahrt es. Praktiziert es. Lebt es. Verwirklicht es.

Besucher: Aber Swami, was ich eigentlich wissen wollte, ist; besitze ich ein individuelles Höheres Selbst? Gibt es ein individuelles Höheres Selbst, das mit mir verbunden ist?

Swami: Das Individuelle existiert nur in eurer Vorstellung, in eurem Geist. Es ist nichts als Illusion. Es ist Maya. Wenn Atma Eins ist ohne ein Zweites, wenn Atma überall ist - wo kann da Individuelles sein? Nur in der Vorstellung.
Atma ist das einzig Wirkliche. Erkennt und verwirklicht es durch Meditation.

Besucher: Also Swami, ist tatsächlich kein höheres Wesen mit diesem Körper verbunden, das mich beurteilt und mich führt?

Swami: Du bist immer noch im hundertprozentigen Körperbewußtsein verhaftet. Bleib nicht in diesem Bewußtsein. Lösche es aus. Gib es ab. Was dann bleibt, ist Atma-Bewußtsein (Gottesbewußtsein). In ihm gibt es weder Zorn noch Haß oder Neid, keine Eifersucht, keine Wünsche und kein Ego, nur die absolute Seligkeit, nur Glück, Glück, nur reine Freude.

Besucher: Aber was wird wiedergeboren, wenn man reinkarniert?

Swami: Der Körper wird geboren. Geburt und Tod haben nur mit dem Körper zu tun. Auch das Ego ist nur an den Körper gebunden. So bezieht auch Reinkarnation sich nur auf den Körper. Denkt nicht an den Körper, denkt an Atma. Atma ist eins. Es ist unwandelbar.
Für Atma existiert weder Inkarnation noch Reinkarnation.

Besucher: Swami, existiere ich überhaupt als Individuum?

Swami: Ich, ich, ich! Frage doch erst einmal: Wer ist ich?

Besucher: Aber Swami, gibt es überhaupt irgendein individuelles Etwas?

Swami: Wenn der Atma verwirklicht ist, gibt es nichts getrenntes Individuelles. Du kannst dir Individuen als verschiedene Glühbirnen vorstellen. Sie unterscheiden sich in ihrer Wattstärke, im Alter, in der Farbe, in der Form und in der Bezeichnung. Die eine hat ein schillerndes Licht, die andere leuchtet weiß. Im Äußerlichen sind sie alle verschieden, aber der Strom ist bei allen derselbe. Dieser Strom bist Du! Du bist nicht die Birne, die anders aussieht als eine andere. Du bist der Strom, der eine Strom in allen Glühbirnen! Das ist, was du bist!

Besucher: Swami, gibt es irgend einen Unterschied zwischen Gott und mir?

Swami: Du bist Gott, nicht das Ego. Du bist Gott! Du bist Gott!

Besucher: Ich bin Gott ???

Swami: Ja, ja, du bist Atma. Du bist beständig. Das physische Ego ist unbeständig. Der Körper ist nicht Atma. Du bist Atma, nicht das Körperliche. Du bist Gott. Denke immer in dieser Weise! Denke nicht über den Körper nach. Denke an Gott. Der Körper kommt und geht, er ist Geburt und Tod unterworfen.
Aber du bist nicht der Körper - der ist nichts als Staub und Rost.

ICH BIN - der Weg zur höchsten Wahrheit, S. 15 f.

 

 

Die göttliche Seele enthüllt ihre Herrlichkeit im Menschen als Liebe.

Diese kann in verschiedenen Formen in Erscheinung treten; 
als Bindung an materielle Güter, an Eltern oder Kinder, an den Lebensgefährten oder an Freunde.

All dies sind Funken derselben Flamme,
die als universelle Liebe ihren höchsten Ausdruck findet.

Diese Liebe kann nicht durch das Studieren eines Leitfadens, durch Kurzlehrgänge oder Auswendiglernen lebendig werden.

Sie muß mit dem unmittelbaren Sehnen nach dem Licht beginnen,
mit dem unerträglichen Verlangen, der Dunkelheit zu entrinnen,
wie es in dem Gebet "Aus der Dunkelheit führe uns zum Licht" zum Ausdruck kommt.

Das Verlangen selbst zieht das Licht an   

    Die Liebe wächst von selbst und verwandelt euch in ihrer langsamen, aber unwiderstehlichen Alchimie in Gold.

Prahlada war ein Dämon, aber selbstlose Liebe erlöste ihn.
Viele Gestalten der indischen Mythologie - der Vogel Jatayu, der junge Dhruva, die ungebildeten Hirtinnen von Brindavan -
wurden von dieser Alchimie der Liebe verwandelt und erkannten die Quelle allen Seins.

Sathya Sai Baba spricht, Bd. 2, S. 10

 

 

 

"Meinen Körper, mein Gemüt, meinen Besitz, alles übergebe ich Dir!"

Diese Aussage ist nicht korrekt.
Sie besagt, daß du und Gott verschiedene Wesenheiten sind.
Gott ist aber nicht von dir getrennt, denn Er ist in allem, überall, zu jeder Zeit.
Wie kannst du da von Ihm getrennt sein?

Wasser, Welle und Schaum sind nur dem Schein nach verschieden.
Alle drei sind dasselbe.
Nur ihre Namen und Formen schaffen die Illusion der Unterschiedlichkeit.

Was bedeutet nun die Übergabe des Selbst?

Wahre Hingabe bedeutet, Gott als allgegenwärtig zu erfahren,
sich nichts anderem bewußt zu sein als Gott allein,
Gott in allem zu sehen, überall und zu jeder Zeit.

Er gibt, Er erfeut, Er erfährt.

Sanatana Sarathi, 11-1981

 
 

 

Nichts hindert die Seele so sehr an der Erkenntnis Gottes als Raum und Zeit.

Zeit und Raum sind Stücke, Gott aber ist Eines.

Darum, wenn die Seele Gott erkennen soll,
so muß sie Gott über Zeit und Raum erkennen.

Denn Gott ist Eines.

Meister Eckehart

 


Premadhara; Sathya Sai Baba; Briefe an seine Schüler

Kommt,
kommt alle,
erkennt euch selbst in mir, denn ich sehe mich in euch.

Ihr seid mein Leben, seid mein Atem, meine Seele,
ihr seid alle meine Erscheinungsformen.

Liebe ich euch, so liebe ich mich selbst, liebt ihr euch selbst, so liebt ihr mich.

Ich habe mich von mir selbst getrennt, um wiederum ich selbst zu sein.
Ich habe mich von mir selbst getrennt und wurde all dies,
um wiederum ich selbst zu sein.
Ich wollte ich selbst sein, die Glückseligkeit selbst und die Liebe selbst.

Denn das ist es, was ich in Wirklichkeit bin.
Und das wollte ich sein.

Wie könnte ich denn Glückseligkeit sein, wie könnte ich denn Liebe sein?
Wie könnte ich Glückseligkeit empfangen und Glückseligkeit schenken?
Wie könnte ich Liebe empfangen und Liebe schenken?

Und wem denn hätte ich Glückseligkeit schenken können und wem denn Liebe?

Darum habe ich es getan; ich trennte mich von mir selbst und wurde all dies.

 

Wo wohnt die größte Kraft?

Ein altes Märchen erzählt von den Göttern die zu entscheiden hatten, wo sie die größte Kraft des Universums verstecken sollten, damit sie der Mensch nicht finden könne bevor er dazu reif sei, sie verantwortungsvoll zu gebrauchen.
Ein Gott schlug vor, sie auf die Spitze des höchsten Berges zu verstecken, aber sie erkannten, dass der Mensch den höchsten Berg ersteigen und die größte Kraft des Universums finden würde, bevor er dazu reif sei.
Ein anderer Gott sagte, lasst uns diese Kraft auf den Grund des Meeres verstecken. Aber wieder erkannten sie, dass der Mensch auch diese Region erforschen und die größte Kraft des Universums finden würde, bevor er reif dazu sei.
Schließlich sagte der weiseste Gott: „Ich weiß, was zu tun ist. Lasst uns die größte Kraft des Universums im Menschen selbst verstecken. Er wird niemals dort danach suchen, bevor er reif ist, den Weg nach Innen zu gehen."

Und so versteckten die Götter die größte Kraft des Universums im Menschen selbst, und dort liegt sie noch immer und wartet darauf, dass wir sie in Besitz nehmen und weisen Gebrauch davon machen.

Quelle unbekannt


 

Der Avatar unserer Zeit