Der heilige Nikolaus (Legende)                           

Vor sehr langer Zeit, um das Jahr 270, wurde in Kleinasien in der Stadt Patara ein Kind mit Namen Nikolaus geboren.
Der Junge wuchs in einer sehr reichen, liebevollen Familie auf. Und als seine Eltern an einer Krankheit starben, hinterließen sie ihm ein großes Vermögen. Gold, Silber, Edelsteine, Ländereien, Paläste und Pferde. Vor lauter Trauer wusste Nikolaus jedoch nichts mit seinem Reichtum anzufangen, und so begann er sein Hab und Gut mit den Armen der Stadt zu teilen. Einmal hörte er von einem armen Mann und seinen drei Töchter, die überhaupt kein Geld besaßen. Aus Liebe zu ihren Schwestern bot das älteste Mädchen an, das Haus zu verlassen und als Dienstmagd zu arbeiten, damit wenigsten ihr beiden Schwestern genug Geld zum Überleben hätten. Nikolaus hörte von diesem selbstlosen Angebot und schlich sich nachts zu dem Haus der Familie. Dort angekommen, warf er ein Säckchen voll Gold durch ein offenes Fenster. Als der Vater das Geschenk am nächsten Morgen auf dem Boden liegen sah, strahlte er vor Freude, denn nun konnte die Familie zusammenbleiben. Diese gut Tat ist der Grund dafür, dass viele Leute bis heute in der Nacht zum Nikolaus-Tag Socken an den Kamin hängen, oder Schuhe vor die Tür stellen um am frühen Morgen darin, zwar kein Gold, aber Nüsse, Süßigkeiten, Mandarinen und andere Kleinigkeiten zu finden.

Der heilige Nikolaus ist der Schutzpatron der Kinder, aber auch der Kaufleute und Seefahrer. Als während einer großen Hungersnot die Nachricht verbreitet wurde, es lägen 3 mit Weizen beladene Schiffe des Kaisers im Hafen der Stadt Myra vor Anker, bat Nicolaus die Seeleute ein Teil des Getreides abzuladen und den Hungernden zu schenken. Sie aber weigerten sich, denn sie hatten Angst, dass der Kaiser es bemerken würde. Schließlich war das Getreide genau abgewogen. Doch Nikolaus sagte zu ihnen, alles wird gut. Tut was ich euch sage und vertraut auf Gott. Und tatsächlich gaben die Matrosen ihm das gewünschte Getreide. Nicolaus verteilte es in der Stadt und auf dem Land an die Hungernden. In der Zwischenzeit setzten die 3 Schiffe ihre Reise fort und wunderten sich, dass ihre Ladung nicht an Gewicht verloren hatte. Und tatsächlich fehlte beim Abwiegen kein einziges Körnchen. Die Nachricht von dem Ereignis verbreitete sich schnell in ganz Kleinasien und über seine Grenzen hinaus. Bis heute kann man deswegen an zahlreichen Kirchen, vor allem in Hafenstädten Bilder von diesem Wunder bestaunen. Das ist der Grund warum wir Nikolaus feiern.

Quelle: http://www.ute-prema.de/meditationen/Med20151202.htm


                                                                            



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