Eine Geschichte über den Weihnachtsbaum

Jesus ließ sich an einem Freitag kreuzigen. Es war Sonntag, als er aus dem Grab auferstand. Darum ist der Sonntag der Tag des Gottesdienstes in den Kirchen. Die Katholiken messen der Jungfrau Maria, der Mutter des Christus, große Bedeutung bei, die Protestanten halten die Geburt Christi für wichtiger. Die Katholiken feiern Weihnachten am Abend des 24. Dezember und verehrten damit Maria, die Protestanten feiern am 25. Dezember die Geburt Christi.

Es ist Brauch, an diesem Tag einen Weihnachtsbaum aufzustellen und diesen Baum zu ehren. Dieser Brauch wurde ursprünglich in Deutschland eingeführt. Ein englischer Prediger namens Jensen war einst in Germanien zu Besuch. Als er dieses Land als Missionar bereiste, sah er eines Tages, daß einige Germanen ein Kind töten wollten, um es dem Gott, der nach ihrem Glauben in einer Eiche wohnte, zu opfern. Das erschreckte den Missionar, und er fragte die Leute, warum sie dem Baum das unschuldige Kind opfern wollten. Sie wollten dieses Opfer mit der Behauptung rechtfertigen, daß Gott in diesem Baum wohne. Da nahm er eine Axt und fällte den Baum. Zu seiner großen Überraschung wurde sein ganzer Körper von einer unerklärlichen Vision erschüttert, und er sah die Gestalt eines Kindes zwischen den zwei Teilen des von ihm zerhackten Baumes.

Dieses Ereignis bestätigt die Wahrheit, daß Gott nicht nur in den Menschen wohnt, sondern auch in den Pflanzen und Bäumen. Von jener Zeit an begannen die Menschen, einen Weihnachtsbaum aufzustellen und ihn am Weihnachtstage zu ehren. Der aus Indien stammende Brauch, Gott in vielen Formen zu verehren, u. a. auch in Pflanzen und Steinen, war lange auch in anderen Ländern verbreitet.

Sathya Sai Baba, Weihnachten 1992
Quelle: Sanathana Sarathi, Januar 1993


Weihnachten
die geweihte Nacht im Christentum



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