Die Sache mit dem freien Willen ...


                   



Einen freien Willen zu haben bedeutet,
daß man im Guten tun und lassen kann, was man will.

Quelle: /Eigenes



 

Menschen sprechen von Freiheit und setzen sie mit dem Wort „svecchâ“ gleich
(freier Wille, der im Einklang mit dem Willen des Herrn ist).

Was heißt eigentlich „freier Wille“ (svecchâ)?

Er ist das Wissen um Brahman.

Er ist absolute Seligkeit.

Sanathana Sarathi 1993

 

 

Der Wille des höheren Selbst heißt „svecchâ“.

Dem Gewissen zu folgen ist daher wahres „svecchâ“.

Sanathana Sarathi 1998

 

                 

 

"Du kannst nicht einfach tun, wie dein Wille (Ego?) dir befiehlt;

du hast nicht die Freiheit, dich zu verhalten, wie du gerade willst.

Dein Dharma ist, in Übereinstimmung mit Meinen Worten zu handeln."

Râma Kathâ Rasa Vâhinî Bd. 1

 

 

 

Gott ist frei, Sein Wille ist Gesetz.

In gewissem Sinne jedoch ist Er durch Seine Liebe und Sein Mitgefühl gebunden.

Ewige Wahrheiten, S. 98


 

In jedem menschlichen Wesen ist der göttliche Wille wirksam.

Der Mensch muss geboren werden, um diesem göttlichen Willen Ausdruck zu verleihen.

Sanathana Sarathi 1995

 

 

Die Grundbedingung für spirituellen Fortschritt
ist das Aufgeben der Wünsche und Begierden.

Wenn der Wille des Einzelnen sich dem göttlichen Willen unterwirft,

werden alle Gedanken, Worte und Taten zum Gottesdienst.

Der Weg nach Innen - Sadhana

 

 

Ein von Gott geführter Wille ist die Kraft, die euch inneren Auftrieb geben kann.

Ihr müßt sie durch Konzentration und Rezitieren der Namen Gottes erwerben.

Die Gedanken müssen dazu gebracht werden, dem Willen zu gehorchen.

Der Weg nach Innen - Sadhana



Vom Umgang mit dem freien Willen

Wir begegnen in unserem Leben immer wieder Situationen,
wo wir für uns wichtige Entscheidungen treffen müssen.

In solchen Situationen, die wie Entscheidungsschnittpunkte sind,
müssen wir uns zwischen zwei möglichen künftigen Wirklichkeiten entscheiden,
die u.U. für das ganze Leben prägend sein können.

Welche Zukunft wähle ich für mich?

Welche Zukunft wünsche ich mir für mich?

Wie möchte ich mein künftiges Leben gestalten?

Wird mich diese Entscheidung auf Dauer glücklich machen?

Meine Zukunft beginnt heute, hier und jetzt:
egal für welche Zukunft ich mich entscheide;
diese Energie muß ich in mir aufrecht halten, sonst kann sie nicht eintreten
und wir kommen nicht weiter, treten auf der Stelle.

Stellen wir im Nachhinein fest, daß wir eine für uns nachteilige Entscheidung getroffen haben,
wäre es gut, wir würden sie im Moment der Erkenntnis augenblicklich korrigieren,
um wieder in eine positive Energie hinein zu kommen.

Sind die Entscheidungen die wir in solchen Momenten
bzw. an solchen Entscheidungsschnittpunkten treffen positiv für unseren weiteren Lebensweg,
dann bringen sie uns in unsere Kraft und unser Leben nimmt einen positiven Verlauf, mit einem glücklichen Ende irgendwann.

Diese immer wiederkehrende Entscheidungsfreiheit die wir haben zwischen
"für mich oder gegen mich", "für das Gute oder für das Negative", "für Gott bzw. das Licht oder für die Dunkelheit";

das nennt man einen freien Willen haben.

Kraft unseres freien Willens können wir uns in jeder Sekunde unseres Lebens
mit unseren Gedanken, Worten und Taten sowohl dem Licht als auch der Dunkelheit zuwenden
und es liegt an uns, welchem Weg wir folgen.
Entsprechend gestalten wir unseren Weg, unsere Zukunft und unser Leben.
Alle sind wir auf diese Weise Täter und Schöpfer(götter) unseres Schicksals, es gibt keine Opfer in dem Sinne.

/Eigenes


Sri Sathya Sai Baba:

Ich bin Gott, und ihr seid Gott; der Unterschied ist, dass ich es weiß und ihr nicht.“


            Im Kleinen wie im Großen




 

Doch in Wirklichkeit ist es Gott,
der den Menschen auf jedem Schritt vom Mutterleib bis zum Grab schützt und behütet.

Niemand hat die Macht, sich selbst zu beschützen.

Nur die göttliche Macht und der göttliche Wille
befähigen den Menschen zum Selbstschutz.

Nur Gott hat einen freien Willen, sonst niemand.

Sanathana Sarathi 1999

 

Swamis Gedanken sind in jeder Hinsicht immer heilig und vorbildlich.

Ihr müsst wissen, dass Swamis Leben in seinen eigenen Händen liegt und nicht in denen anderer Menschen. Ich kann so lange leben wie ich will. Aber ich kann mein Leben auch willentlich beenden.

Immer aber ist es mein Wille, der entscheidet, und nicht der eines anderen.

Der Grund dafür ist meine Reinheit, meine Selbstlosigkeit und meine Göttlichkeit. Was für eines Beweises bedarf es noch?

Das Leben derer, die reinen Herzens sind, liegt in ihren eigenen Händen und nicht in denen anderer.

Sri Sathya Sai Baba - Sanathana Sarathi 1993

 

Jedes menschliche Wesen hat Körper und Geist.

Dem entsprechend genießt jeder ein gewisses Maß an Freiheit.

Dieses wird als „freier Wille“ beschrieben.

Da die Menschen das Wesen dieser Freiheit nicht verstehen,

neigen sie dazu, die Unterschiede mehr zu betonen als die Gemeinsamkeiten.

Sanathana Sarathi 1993

 

Freiheit bezeichnet im spirituellen Sinn den freien Willen des Höheren Selbst.

Es bedeutet keinesfalls Zügellosigkeit,

sondern die Freiheit,

der Stimme des Herzens zu folgen.

 

Sommersegen in Brindavan 3, 1. Aufl., 1991, S. 40

 

 

Die Freiheit, die ich meine, beruht auf Weisheit und auf dem Charakter.

Sommersegen in Brindavan 3, 1. Aufl., 1991, S. 10


Dem eigenen Herzen folgen

Innerlich frei sein bedeutet,
daß man sich nicht von seinen negativen Gefühlen hinreißen lässt.

Im Guten kann man tun und lassen, was man möchte
und man bleibt frei dabei.

Negativität bindet:

Alles was wir ablehnen, bleibt an uns kleben wie Pech.
Nur was wir annehmen, kann erlöst werden.

/Eigenes


 

So ist auch ein reiner, geläuterter Geist das Werk des Menschen selbst.

Doch wer das Sehnen nicht in sich spürt,
kann sich nicht weiter entwickeln.

Daraus geht hervor, daß der freie Wille, mit dem jeder geboren wird,
von den äußeren Umständen und Verhältnissen nicht beeinflußt wird.

Der Spielraum, den ein Mensch hat,
wird zwar durch die
Taten der Vergangenheit bestimmt,

aber er ist ein unendlich wichtiges und brauchbares Werkzeug,
um die Zukunft zu gestalten.

Ewige Wahrheiten

 


Jeder Mensch gestaltet sein eigenes Schicksal, gut oder schlecht.

Er ist selbst alles - Baumeister, Architekt, Planung, Schicksal, Bestimmung, Gottes Wille.

Ewige Wahrheiten

 

Alle diese verschiedenen Stufen der Ausformung sind im Samen selbst angelegt:
der Schößling, die Dornen, die Blätter usw.

Auf dieselbe Weise ist Gott der Samen der ganzen Schöpfung.

Aus diesem einen Samen - aus Gott - sind so viele verschiedene Qualitäten entsprungen!

Auch die Dornen wie Haß und Anhaftung.

In seiner ganzen Fülle erblüht der Same in der Blüte von sat-cit-ânanda,
(Sein-Bewußtsein-Glückseligkeit, die höchste transzendente Wirklichkeit).

Darum ist jeder Mensch die Blüte "sat-cit-ânanda".

Sein Herz ist eine Blüte.  

     Sein Geist ist eine Blüte.

Seine Empfindungen sind Blüten.

 

So ist der Mensch die Form bzw. der Funke des Göttlichen.

Das (wahre?) Bewußtsein des Menschen ist der (freie?) Wille Gottes.

Ansprachen 1992 - 1998

 

Die Voraussetzung dafür, daß dieser Herrscher sich dir zuneigt,
ist dein Sieg über die Unbeständigkeit und Erregbarkeit deines Gemüts.

Sein Thronsaal hat acht Tore, durch welche du hindurchgehen mußt, um von Ihm empfangen zu werden:

- Läuterung und Disziplinierung der Körperfunktionen (yama);
- Läuterung der Wahrnehmungssinne (niyama);
- korrekter Sitz (âsana);
- die Regulierung des Atems (prânâyâma),;
- Abziehen der Sinne von der äußeren Welt (pratyâhâra);
- zielgerichtete Konzentration (dhârana);
- ständiges Verweilen des Geistes in Name und Form Gottes (dhyâna)
- und schließlich die Erfahrung der Einheit (samâdhi).

Wenn du dein Gemüt durch diese acht Disziplinen unter Kontrolle gebracht hast, kannst du auch leicht deinen Willen entwickeln.

Wille ist das Wesen Gottes. 

Sommersegen in den blauen Bergen

 

Manche benutzen die Worte „Wille“ und „Wunsch“,
als ob es zwischen beiden keinen Unterschied gäbe.

Das ist verkehrt.

Wünschen ist verwandt mit den Denk- und Verhaltensmustern,
die im Gemüt verborgen sind.

Der Wille dagegen ist verwandt mit dem Wesen des göttlichen Selbst.

„Wünschen“ bedeutet das Verlangen, etwas zu bekommen.

„Wollen“ ist die Entschlossenheit, es zu bekommen.

Beide sind eng verbunden mit dem Charakter des Einzelnen.

Wenn das Bewußtsein vom Selbst entwickelt ist,
können Wünschen und Wollen entsprechend geläutert und verfeinert werden.

Geschieht die Ausbildung von Wunsch und Wille aber ohne die Einbeziehung des Selbst,
dann stehlen sich alle Schwächen und Trugschlüsse des Gemüts
in das Gewollte und Gewünschte ein.

Sommersegen in den blauen Bergen

 

Gottes Wille stimmt manchmal nicht mit den Wünschen der Menschen überein.

Aber Sein Wille geschieht.

Es hat keinen Zweck, sich auf seine eigenen Pläne zu versteifen.

Sommersegen in Brindavan Bd. 3



Nur im Guten ist man wirklich frei;

im Guten kann man tun und lassen, was man möchte;
allerdings wirklich nur im Guten,
denn im Bösen ist man an sein kleines Ego gebunden.
Das kleine Ego handelt normalerweise egoistisch und zerstörerisch.

dennoch: Alles dient dem Licht

Auch die Dunkelheit ist

"Ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft."
(Goethes Faust)

Alles ist einst aus dem Licht hervorgegangen und alles dient dem Licht.

Auch die Dunkelheit dient dem Licht,
denn in ihr wohnt der Geist, der stets das Böse will und doch das Gute schafft.

Negativität und Dunkelheit dienen der inneren Entwicklung des Menschen;
sie sollen im Menschen die Sehnsucht erwecken,
sich dem Licht entgegen zu entwickeln und nach Gott zu suchen.

Es ist nur eine Frage der Tiefe des Leids,
dem sich die Seele unterwerfen möchte bzw. unterworfen wird,
bevor sie umkehrt und den Weg ins Licht zurück einschlägt.


/Eigenes


 

Ergebenheit bedeutet, dass der individuelle Wille eins wird mit dem göttlichen Willen.

Befolgt den Willen Gottes mit blindem Gehorsam, ohne zu fragen.

Dies ist das Zeichen wahrer Hingabe.

Was immer Gott tut, ist zu eurem Wohl.

Sanathana Sarathi 2000

 



PDF: Kann ich tun, was ich will?
QUELLE: Das vergängliche, menschliche Leben. Rede Nr. 12 'Meine lieben Studenten' - Band 4



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