Gott um etwas bitten

Hislop:

Wenn wir Gott um etwas bitten, ist das nicht das gleiche wie Betteln?

Swami:

Einen Gleichgestellten um etwas zu bitten, erniedrigt dich und erhöht den anderen. Aber Gott zu bitten, erhebt dich auf Seine Ebene. Du mußt Gott bitten. Gott um etwas zu bitten ist vollkommen in Ordnung. Das ist kein Betteln.

Hislop:

Aber ich dachte, daß Gott, der doch alle Probleme kennt, wenn es angebracht ist, Abhilfe schaffen würde, ohne darum gebeten zu werden.

Swami:

Eine wichtige Antwort: Nein!
Es ist deine Pflicht, Gott zu bitten.
Die Bitte muß ausgesprochen werden, und die Worte müssen mit den Gedanken übereinstimmen. Der Gedanke muß in die richtigen Worte gefasst werden. Natürlich weiß Gott alles, aber es ist notwendig, die Bitte zu formulieren. Die Mutter weiß, daß das Kind Nahrung bracht, aber das Kind bekommt die Milch erst, wenn es danach verlangt.

Hislop:

Es bestehen Zweifel, wann man Gott bitten soll und wann nicht. Da sind zum Beispiel meine Kopfschmerzen, welche die Ärzte anscheinend nicht heilen können. Ich bitte Swami nicht, sie zu heilen. Ich forme die Bitte nicht zum Gebet. In einem Brief schrieb Swami aber: "Wie steht es mit Deiner Gesundheit? Mache Dir keine Sorgen darüber. Gott ist immer bei Dir, in Dir, Er umgibt Dich!"

Swami:

Das ist richtig. Was Baba sagt, ist genug. Du wirst dich immer weniger mit dem Körper identifizieren. Heute hast du Kopfschmerzen, morgen Magenschmerzen. Kümmere dich nicht darum. Du bist nicht der Körper. Wenn Baba dir gesagt hat, daß kein Grund zur Sorge vorhanden ist, brauchst du Ihn nicht um Heilung zu bitten. Identifiziere dich nicht mit dem Körper!

Hislop:

Meint Swami, daß für diejenigen, die sich noch vollkommen mit dem Körper identifizieren, ständige Kopfschmerzen der angemessene Gegenstand eines Gebetes sein können?

Swami:

Ja, aber dazu braucht man nicht extra zu Swami zu kommen. Darauf solltest du andere aufmerksam machen.

Hislop:

Ist es dann wirklich in Ordnung, Gott zu bitten?

Swami:

Wenn ein wirkliches Bedürfnis besteht, dann sollte Gott um Hilfe gebeten werden.
Ein kleines Kind bittet seine Eltern um Pfefferminzbonbons, und die Eltern geben sie ihm. Wenn es älter wird, bittet es um wertvollere Dinge und bekommt sie. Es ist richtig, daß es darum bittet und daß die Bitte erfüllt wird. Ein Kind mag hin und wieder einen Fremden um Pfefferminzbonbons bitten und erwarten, sie zu bekommen. Aber es würde nie erwarten, größere Geschenke von einem Fremden zu bekommen.
Gott gibt oft sehr wertvolle Geschenke. Er fühlt sich auch von einer Vielzahl kleiner Bitten nicht belästigt. Man sollte deshalb Gott immer bitten, wenn ein Bedürfnis besteht.

Es ist das Recht des Menschen zu bitten; das hat nichts mit Betteln zu tun.

 

Quelle: J. S. Hislop, Gespräche mit Sathya Sai Baba
ISBN: 3-924739-02-1

Gewiß hört Gott die Gebete seiner Ergebenen.

Einige Menschen zögern zu beten,
aus Furcht dass ihre Gebete Gott Unannehmlichkeiten bereiten könnten.

Sie gehen irre in ihrem Glauben,
denn Gott kann niemals in irgendeine Unannehmlichkeit gebracht werden.

Gott kennt keinerlei Leiden.
er betrachtet das Glück seiner Ergebenen als sein eigenes.

Tagesspruch vom 06. Juni 2008


Was für Steuern (bali) sollen wir an Gott zahlen?
Nur unsere Dankbarkeit ausdrücken durch ein Gebet,
das von ganzem Herzen kommt.
Dieses Gebet ist Ausdruck der eigenen Freude und Dankbarkeit.

Sanathana Sarathi 1996, S. 188





Gott schuf den Menschen als Sein Abbild

Das göttliche Geberherz nicht verletzen

Es ist wichtig, daß wir Gott darum bitten, wenn wir etwas von Ihm haben möchten.
Gott kann unsere Wünsche nur erfüllen,
wenn wir uns ihrer bewußt werden und sie klar äußern.

Die Wunschäußerung erfolgt verbal oder über unser Gefühl,
im Negativen wie im Positiven.

Deshalb ist es u.a. so unendlich wichtig daß wir lernen,
unsere negativen Gefühle zu kontrollieren.
Sonst kann es uns ergehen wie der Pechmarie im Märchen von Frau Holle.

Und auch, daß wir uns hinterher bedanken,
wenn wir unser Geschenk erhalten haben.

Denn wer auf der einen Seite nicht bitte sagen möchte,
kann z.B. hinterher auch nicht danke sagen,
weil er nichts bekommen hat von dem, was er erwünscht
oder nichts annehmen kann von dem, was ihm gegeben werden soll.

/Eigenes


Vertrauen, Vertrauen, Vertrauen!

Zahsira, Priesterin des Vertrauens in Schutz und Führung sprach: Erzengel Michael machte mir klar, daß jede Bitte nur einmal zu stellen war. Dann mußte das Vertrauen da sein. 

Er sagte einmal zu mir: "Siehe, in dem Moment, wo du dich an Gott erinnerst, an seine allmächtige Liebe und Gegenwart, in dem Moment, wo du ihn bittest, glaubst und weißt du, dass es IHN gibt. Diesen Moment nennt man VERTRAUEN.

So lerne, niemals dieses Vertrauen zu verlieren. Haderst und zweifelst du, so nimmst du deine Bitte zurück. Die Liebe Gottes kennt keine Bedingungen. Jedoch sein Schutz und seine Führung brauchen einen Boden, auf dem sie wachsen können. Ihn nennt man VERTRAUEN."

http://schnueff.bboard.de/board/ftopic-36346776nx15206-87.html

 

 

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