Rechtschaffenheit / Rechtes Handeln

Dharma


Der Herr ist dort, wo das rechte Handeln ist



Der Ausdruck "Dharma" umfasst meiner Auffassung nach die Worte "Ethik und Rechtschaffenheit".

Sich ethisch und rechtschaffen zu verhalten bedeutet, im Einklang mit der göttlichen Ordnung
und den kosmischen
göttlichen Gesetzen zu leben.



Meines Erachtens kann man das Wort "Dharma" aber auch mit "Bestimmung" übersetzen:

Es gehört zur Bestimmung des Menschen, rechtschaffen und wahrhaftig zu sein.

Bzw.

Das Dharma des Menschen ist es,
gemäß der göttlichen Ordnung zu leben.




Der ewige, unveränderliche Dharma (Sanatana-Dharma) bezeichnet die kosmische Ordnung, die das gesamte Universum erhält. Dazu gehören sowohl die Naturgesetze als auch die Weisheiten der Veden, der wichtigsten „Heiligen Schriften“ der Hindus.

Nicht nur Menschen unterliegen dem Sanatana-Dharma, auch Tiere und sogar Pflanzen sowie das gesamte Universum.

Nach Auffassung der Gläubigen geht Dharma aus dem Brahman (Gott) hervor, dem Absoluten.
Sanatana-Dharma, „ewige Ordnung“, ist auch die Eigenbezeichnung der Hindus für ihre Religion.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Dharma



Praktiziertes Dharma ist ein Weg
der uns hilft, uns spirituell zu entwickeln.

Bzw. der Weg der Rechtschaffenheit unterstützt uns in einer reinen und spirituellen Lebensweise.

/Eigenes



Frieden, geduldiges Ertragen, Wahrheit, Mitgefühl, Opferbereitschaft -
dies sind die Eigenschaften, die den individuellen Dharma oder Manava dharma,
den Verhaltenskodex des Menschen ausmachen!

Die menschlichen Werte sind individuelles Dharma.

Der Dharma der Gesellschaft oder Gemeinschaft ist es,
andere so zu behandeln, wie du selbst behandelt werden möchtest.

Was für dich gut ist, ist auch für die anderen gut.
Was dich verletzt, verletzt auch die anderen.
Was dich glücklich macht, macht auch die anderen glücklich.

Dich anderen gegenüber so zu verhalten,
wie du es von anderen dir gegenüber erwartest, ist gesellschaftlicher Dharma.

Sri Sathya Sai Baba; Sai Perlen S. 186


 

Wahrheit in Handlung umgewandelt ist Rechtschaffenheit


Rechtschaffenheit und Wahrheit ist auch,
im Einklang mit den eigenen Gedanken, Worten und Taten zu handeln.


 

Tatenlos zusehen heißt mitschuldig werden

Die Menschen sind verblendet und dem Materialismus verhaftet. Sie messen allem einen Nutzwert bei. Das ist der Grund, weshalb sie das Göttliche, das allem in gleichem Maße innewohnt, absondern, reduzieren und somit herabwürdigen. Das ist auch der Grund, weshalb die Wahrheit, die das Wesen der Göttlichkeit ist, nicht verstanden wird. Infolgedessen ist der Mensch nicht mehr im stande zu unterscheiden, was rechtes Handeln ist und was nicht.

Nur ein Land, in dem die göttlichen Werte der Rechtschaffenheit und des Friedens hochgehalten werden, kann wahrhaft blühen und gedeihen.

Die Menschen vergehen sich heutzutage gegen das Gesetz des Dharma (der Rechtschaffenheit und Sittlichkeit) und handeln jeglicher Moral zuwider. Sie gründen ihr Leben auf A-dharma (Unrecht, Skrupellosigkeit und Zügellosigkeit) und verursachen dadurch auf der ganzen Welt Mißstände und Probleme. Und die Großen und Einflußreichen dieser Welt sehen dabei zu. Niemand von den Gelehrten, den Wissenden und den Regierenden scheint imstande zu sein, etwas an den Zuständen zu ändern. Niemand ist offenbar bereit, sich dagegen zu wehren und offen zu sagen, daß solches Verhalten A-dharma, das Gegenteil von Rechtschaffenheit ist. Aus diesem Grund verlieren sie immer mehr an Autorität und Befähigungen und büßen ihr vernünftiges Urteilsvermögen ein. Menschen, die alles passiv mit ansehen, sind vielleicht selber nicht gerade a-dharmisch, aber durch ihr Stillschweigen unterstützen sie A-dharma.

Alle, die die schlechten Machenschaften anderer passiv dulden, zählen selbst auch zu den Schlechten. Sie werden mit ihnen gemeinsam die gleichen Folgen zu tragen haben.

Schlechte Gesellschaft verführt die an sich guten Menschen dazu, unrechtes Handeln zu dulden.

Ein alltägliches Beispiel zeigt uns, was mit solchen Menschen geschieht: Wenn uns nachts eine Mücke plagt, greifen wir zum Insektenspray, um uns von ihr zu befreien. Dabei geht zwar die eine Mücke zugrunde, aber mir ihr auch eine ganze Reihe weiterer Mücken und anderes Ungeziefer! Nicht nur der eine Verantwortliche muß sterben, sondern auch alles andere in seinem Umkreis!

Das gilt auch für die Menschen:

Wenn wir unrechte Handlungen nicht in Schach halten,
haben wir teil an der Verderbtheit derer, die sie ausführen
und werden mit ihnen die Früchte teilen, die sie ernten.

 

Gott wird all jene zur Rechtschaffenheit ziehen, die sich den Schlechten nicht in den Weg gestellt haben und wird ihre a-dharmische Handlungsweise als Unrecht aburteilen. Niemand wird sich auf Unwissenheit oder Unbeteiligtsein herausreden können.

Er wird vielmehr fragen: Du, der du um die Dinge weißt, warum bist du dem, was du als schlecht erkannt hast, nicht entgegengetreten, wann immer du ihm begegnet bist? Warum hast du die anderen nicht die Wahrheit gelehrt, die dir bekannt ist?

Diese eigentümliche Schwäche in euch - das Hinnehmen der Verfehlungen anderer - wird euch dahin führen, daß ihr die Folgen der üblen Taten miterleiden müßt.

Nur wenn ihr euch allem Unrecht und allen Schandtaten, die wir heute innerhalb der Gesellschaft erleben entgegen stellt, könnt ihr mit Recht sagen, daß ihr euren Teil zum Dharmasamsthapana (der Wiedereinführung der Rechtschaffenheit) beitragt.


Ob es sich um Verwandte, Freunde oder eure eigenen Kinder handelt:

Wenn sie Unrecht begehen, müßt ihr Einspruch erheben, die Dinge richtig stellen und die Betreffenden dazu anhalten, daß sie ihr Verhalten bessern. Sonst werdet ihr automatisch in den ganzen Prozeß der Schuld und ihrer Folgen mit einbezogen.

- Sathya Sai Baba -
Quelle: Sathya Sai Briefe Heft 21

 




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