Wahrheit

Sathya





Die Mondinsel auf dem Titikakasee


Wahrheit ist unveränderlich.

Es gibt nur eine Wahrheit.

Alles, was im Dualismus verankert ist, ist unwahr.
Sathya Sai Baba




Ihr müßt die Wahrheit leben,
nicht nach ihr suchen


Einfach die Wahrheit zu sagen, Fakten als solche wiederzugeben, das ist nur "Loukika Sathyam" - "Vyavarika Sathyam".
Es ist eigentlich nicht das, was mit "Wahrheit" gemeint ist, dieser Begriff hat eine weitaus tiefere Bedeutung.

Wahrheit in ihrer wirklichen Bedeutung ist das, was ewig unveränderbar ist, was sich zu keiner Zeit wandelt.

Es ist Trikala Sathya - die Ewige Wirklichkeit.

Loukika Sathya gehört einer sehr viel niedereren Ordnung an. Es ist die Wahrheit, die nur zu einer bestimmten Zeit Wahrheit ist (objektive und subjektive Wahrheit). Im nächsten Moment hat sie ihre Gültigkeit verloren und ist schon nicht mehr das, was sie noch vor einer kurzen Weile gewesen ist.
Alle materiellen Dinge dieser Welt die ihr seht, befinden sich jeden Moment im Fluß ständiger Veränderung und sie alle sind Opfer des Zerfalls.
Wie kann in dieser sich ständig wandelnden vergänglichen Welt irgend etwas das man sieht oder hört, eine gültige und beständige Wahrheit sein ?

Wahrheit bedeutet eigentlich GOTT - Wahrheit ist eine Form der Göttlichkeit.

Was wir in dieser Welt und Natur erleben und als Wahrheit verstehen, sind Wahrheiten von nur relativer Natur, Vyavahara Sathyas.
Betrachten wir beispielsweise die Chemie. Wenn man bestimmte Chemikalien nimmt und sie in einer gewissen Reihenfolge mischt, reagieren sie und bilden einen neuen chemischen Stoff. Nimmt man z. B. Kalk und Kurkuma-Pulver, entsteht eine rote Farbe. Das ist Chemie.
Nehmen wir die Physik. Erhitzt man eine drei Zentimeter lange Nadel im Feuer, wird sie dreieinhalb Zentimeter lang. Das ist die Wahrheit der Physik.

Wie dauerhaft sind die Wahrheiten von Physik und Chemie ?
Ihre Gültigkeit ist von relativer Natur.

Die spirituelle Natur Gottes ist von ewiger Gültigkeit, sie gilt unter allen Umständen und verändert sich niemals, ganz gleich ob man sie dem Feuer aussetzt oder irgend etwas anderem.

Also ist Wahrheit das, was unveränderbar und unwandelbar und immer dasselbe ist.

Das ist Wahrheit, das ist Göttlichkeit.

 

 

Sprecht die Wahrheit!

Lügt nie, nicht einmal im Scherz.
Sprecht aus, was förderlich ist.

Sprecht niemals eine Wahrheit aus, die verletzend wirkt.

Aber sagt auch niemals eine Unwahrheit,
nur weil sie angenehm klingt.
Sathya Sai Baba




Das Lebensprinzip in jedem von uns ist die Wahrheit.

Ohne sie könnten wir nicht existieren. Und sobald wir nicht mehr existieren würden, verschwände auch die Welt. Dieses Lebensprinzip wird als menschliche Seele wahrgenommen, die wiederum der "Wohnort des Göttlichen" in jedem Wesen ist.

Diese Wahrheit ist es, welche die Grundlage aller Dinge ist und die Grundlage allen Seins, durch deren Kraft das Herz schlägt, die Lungen atmen und das Lebenssystem arbeitet. Die Rolle des menschlichen Intellektes ist es, die Wahrheit herauszufinden.

Es ist interessant, daß sobald jemand die Wahrheit erkennt und erfährt, er diese gleiche Wahrheit in allen Menschen und Dingen wahrnimmt.

In unserem innersten Wesen sind wir alle eins - Alles ist mit allem verbunden.

Die Wahrheit hat verschiedene Ebenen.

Da ist die Wahrheit der Sinneswahrnehmung; wie z. B.: "Feuer brennt". Dies kann man mit den eigenen Sinnen feststellen.
Dann gibt es auch die Wahrheit durch Schlußfolgerung; wie z. B.: "Der Mensch ist sterblich." Diese Aussage ist auf unserer Kraft zur Beobachtungsfähigkeit der Menschen um uns her begründet und dann erweitert, um zu einer allgemeinen Schlußfolgerung zu kommen. Dies ist möglich, obwohl wir nicht alle die Menschen, die auf der Erde geboren wurde, sterben sahen.

Dann ist da die Wahrheit, die in keiner Weise zerstört oder verletzt werden kann.

Sie besteht und durchdringt die ganze Schöpfung, den ganzen Kosmos.

Sathya Sai Education in Human Values Programme

 


 

Verkündet große Wahrheiten nicht zu laut;

zeigt durch euer Verhalten,
daß ihr ihnen Wert beimeßt und daß ihr von ihnen geführt werdet.
Sri Sathya Sai Baba


 

Die kosmischen Gesetze

Es gibt kosmische Gesetze, die sind nicht veränderbar,
sie gelten immer und ewig, es sind göttliche Gesetze


Wie Innen, so Außen:
Das Gesetz von Ursache und Wirkung

Die Welt um uns herum ist ein Spiegel unseres Inneren,
unserer Gedanken, Gefühle und Handlungen
aus diesem und aus unseren vorherigen Leben.


Wie oben, so unten:
Wie im Himmel, so auf der Erde

Da ist die Einheit: wie oben so unten.
Es gibt keinen Unterschied.
Alles ist gleich. Alles ist schon da. Es gibt nichts zu erreichen.

Auf der Erde gelten die gleichen Gesetze wie auf den himmlischen Ebenen.
Es gibt keinen Unterschied: Wie oben im Himmel, so unten auf der Erde.


Das Gesetz der Anziehung:
Gleiches zieht Gleiches an

s.o.: Wie Innen, so Außen.
Was wir in uns tragen, das ziehen wir von Außen an, gemäß dem Gesetz der Resonanz.


Die Spiegelung:

Die Welt und unsere Mitmenschen als Projektionsfläche und Spiegel.
Mein Gegenüber ist der Spiegel meines eigenen Inneren.
Wir stoßen uns nur an den Eigenschaften und Dingen, die wir bei uns selber ablehnen.
Was wir nicht in uns tragen, kann uns nicht berühren.

Gott spiegelt uns. So wie wir Gott begegnen, so begegnet Er uns




Das Göttliche als Spiegel des Menschen

Gottes Verhalten uns gegenüber spiegelt uns unser eigenes Gottesbild

Je weiter wir von uns selbst entfernt sind,
desto weiter fühlen wir uns auch von Gott entfernt.

Es geht nicht darum, „Gott zu erreichen“,
sondern wieder im Einklang zu schwingen mit der Energie, die alles durchströmt.

Dann wird alles gut.

Wir alle sind winzige Puzzleteile,
eingebettet in diese mächtige göttliche Liebesenergie.

/Eigenes



„Wir müssen auf unsere Seele hören, wenn wir gesund werden wollen.
Es gibt kein Entrinnen vor uns selbst.

Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und im Herzen
seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht.

Solange er nicht zuläßt,
daß seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben,
gibt es keine Geborgenheit.

Solange er sich fürchtet durchschaut zu werden,
kann er weder sich selbst noch andere erkennen.

Er wird allein sein.
Alles ist mit Allem verbunden.“ 

Hildegard von Bingen


 



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